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Dokumente verschwinden oder werden erst garnicht angezeigt

Feb 23 2012

Das Stichwort dazu lautet „FILE_ATTRIBUTE_TEMPORARY “. Beim Speichern einer Datei kann man verschiedene File-Attribute vergeben u.a. schreibgeschützt, versteckt, etc. aber auch ein Attribut, dass die Datei als temporäre Datei markiert. Wenn Sie z.B. ein Word-Dokument erstellen, dann werden automatisch für die Bearbeitung auch temporäre Dateien dazu angelegt „~ .tmp“, die haben Sie sicherlich schon einmal auf Ihrer Festplatte gesehen.

Dieses Attribut „temporär“ ist nur sehr schwer sichtbar zu machen, denn weder der Explorer noch die attrib.exe zeigen es an. Wie so viele Programme, z.B. DFS Replication (DFSR) mit dem Microsoft seine Festplatte repliziert, nutzen auch wir dieses Flag und ignorieren Dateien, die als temporär markiert sind. Und das ist auch genau das Problem, weshalb manche Dateien nicht mehr im Index auftauchen – sie wurden mit dem temporär-Flag bestückt. Leider können wir jetzt nicht einfach unsere Indizierungs-Algorithmen ändern und das temporär-Flag ignorieren, denn wie bereits oben beschrieben legen auch andere Programme Dateien temporär an und löschen diese danach auch wieder. In dem genannten Beispiel der Replizierung von Festplatten ignoriert selbst Microsoft Dateien mit diesem Flag.

Wenn Sie eine Datei, die sie per Email gesendet bekommen haben, per Doppelklick öffnen, dann wird eine temporäre Kopie angelegt und erhält auch das Flag „temporär“. Wenn sie diese Datei dann über das Menü abspeichern, bleibt das Flag oft erhalten, weil sich die Hersteller der Software keine Gedanken darüber machen. Schon ist das Kind in den Brunnen… .

Es gibt eine Möglichkeit dieses Flag zu entfernen – mit der Windows-PowerShell. Mit dem folgenden Befehl in der PowerShell ausgeführt, werden alle temporär Attribute aller Dateien des ausgewählten Verzeichnisses entfernt. Bitte ersetzen Sie LW durch den Laufwerksbuchstaben und Verzeichnis durch den Verzeichnisnamen, den sie bereinigen möchten.

Öffnen der PowerShell:               start\ausführen\powershell

Jetzt den Befehl eingeben:

Get-childitem LW:\VERZEICHNIS -recurse | ForEach-Object -process {if (($_.attributes -band 0x100) -eq 0x100) {$_.attributes = ($_.attributes -band 0xFEFF)]

 

Sie werden feststellen, dass danach wieder einige Dateien mehr durch ISAKS gefunden werden. Es empfiehlt sich, diese Prozedur von Zeit zu Zeit zu wiederholen. Wir sind bemüht, hier eine praktische Lösung zu erarbeiten.

Nachtrag:

Ebenso wichtig ist das Flag NOT_CONTENT_INDEXED . Damit ISAKS Dokumente indiziert, müssen die Dateien in den Ordnern auch dem Index hinzugefügt werden. Das geschieht z.B. über den Explorer. Rechtsklick auf den Ordner oder die Datei, Eigenschaften, Attribute Erweitert und dann den Haken bei „Zulassen, dass für diese Datei Inhalte zusätzlich zu Dateieigenschaften indiziert werden“ (dieser Wortlaut mag bei den verschiedenen Betriebssystemen XP, Vista, Win7 variieren)

Ein zweiter Weg, dieses zu aktivieren ist wieder die PowerShell.

Hier die notwendigen Befehle:

Get-childitem LW:\VERZEICHNIS -recurse | ForEach-Object -process {if (($_.attributes -band 0x2020) -eq 0x2020) {$_.attributes = ($_.attributes -band 0x20)]

Get-childitem LW:\VERZEICHNIS -recurse | ForEach-Object -process {if (($_.attributes -band 0x2000) -eq 0x2000) {$_.attributes = ($_.attributes -band 0x80)]

 

Ihr ISAKS Support